Und noch ein Klischee? Oder nicht?!

Es ist schon wieder Montag. WOW ging die letzte Woche schnell rum. Vielleicht war es durch den Feiertag in einigen Bundesländern eine kurze Woche für dich und dir kam die Woche daher auch sehr schnell vor. Meine Woche war voller Erlebnisse. Viele schöne Momente. Grandiose Aufträge. Ich habe wahnsinnig tolle Menschen kennen gelernt. Doch leider musste ich auch sehr, sehr traurige Augenblicke ertragen. Mir wurde bewusst (gemacht) wie kurz dieses Leben ist. Wie schnell es vorbei sein kann. Abschied zu nehmen. Wie sehr es schmerzt nahestehende Personen leiden zu sehen. Wie viel schlimmer dieser Schmerz doch als der eigene ist. Wie wahnsinnig machtlos ich doch bin. 

 

 

Eigentlich wollte ich das Wochenende mit großartigen Mädels in einem tollen Loft in Solingen verbringen. Da der Freitag jedoch nicht wirklich leicht für mich war, habe ich das Wochenende spontan abgesagt und bin zu Hause geblieben. Alleine. Vielleicht sind viele der Meinung, dass Ablenkung genau das Richtige in solchen Momenten ist und ich wohl besser mitgefahren wäre. Ich bin da anders. Ich mache das in vielen Momenten gerne mit mir alleine aus. Beschäftige mich mit der Situation. Halte die Gefühle aus und lerne positives zu sehen. Manchmal geht es schnell. Manchmal dauert es länger. 

 

Es klingt in diesem Moment wahrscheinlich sehr absurd. Vielleicht klischeehaft. Dennoch ist es die Wahrheit. Shoppen ist (war) in manchen Situationen „befreiend“. Für mich. Nicht für jeden. Macht den Kopf frei. Mir. Nicht jedem. Manche gehen vielleicht eher laufen oder machen anderen Sport. Es ändert definitiv niemals die Situation. Soll es auch nicht. Mir hat es in der Vergangenheit oft geholfen. Somit dachte ich, ich versuche es erneut. Samstag war ich shoppen. Für die Seele? Vielleicht denkst du, dass es nichts Außergewöhnliches ist. Du hast recht. Ich war es jedoch die letzten 5 Monate nicht ein einziges mal. Das ist auch nichts Außergewöhnliches? Dazu muss ich sagen, dass ich in meinem „alten“ Leben jede Woche meinen Kleiderschrank gefüllt habe. Es war sogar so weit, dass ich Klamotten in meinem Schrank gefunden habe, die noch ein Preisschild trugen. Nicht nur einmal. Regelmäßig. 

 

Zurückblickend weiß ich, dass es mich befriedigt hat. Jede Woche etwas Neues zu besitzen. Sich für etwas Neues zu begeistern. Weil meine Arbeit es nicht konnte. Keine Spur. Somit war es nach einem „schlimmen“ Tag, die perfekte Belohnung, der perfekte Spaß und die perfekte Aufmunterung für mich. Ich war für den Moment glücklich. Interessanterweise brauche ich das, seitdem ich den Entschluss gefasst habe mich selbstständig zu machen, nicht mehr. Ich vermisse es noch nicht einmal. 

 

 

Versteh mich nicht falsch. Ich gehe (sehr) gerne shoppen. Ich bin eine Frau. :-) Ich habe gerne einen tollen Tag mit wundervollen Menschen in der Stadt ABER ich brauche es nicht (mehr) um einen Moment lang glücklich(er) zu sein. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Ronny (Mittwoch, 16 November 2016 16:01)

    Hey

    Da hast du ja voll den Vorteil. Du sparst ne Menge Geld. Zumindest wenn du das Shoppen nicht online nachholst; )

    LG