Warum ich eigentlich fotografiere....

 

Letzte Woche wurde ich gefragt, warum ich eigentlich fotografiere. Warum ich die Fotografie zu meinem Beruf gemacht habe. Ja - es ist meine große Leidenschaft. Aber sagt sowas nicht jeder zweite Fotograf? Mal ehrlich. Wenn es nicht meine Leidenschaft wäre, würde ich es nicht machen. Nennen wir es die Grundvoraussetzung für jeden, um etwas zu tun.  Es ist viel mehr!

 

Fotografie ist für mich keine Dienstleistung. Fotografie ist für mich Kunst. Fotografie bedeutet nicht, etwas abzufotografieren. Es ist vielmehr den richtigen Moment, einen kurzen Augenblick, eine tiefe Emotion zu sehen und ihn für die Ewigkeit festzuhalten. Sich nicht nur Gedanken zu machen, wie das fertige Bild aussehen soll, sondern vielmehr was es aussagen soll. Was der Betrachter darin sehen soll. Was er fühlen soll. 

 

Meine Schwester hat mal zu mir gesagt, sie liebt es mich bei der Arbeit zu beobachten.  Wie ich grinsend durch den Sucher schaue. Wie ich strahlend auf das Display sehe und wie ich manchmal, wenn ich tief in der Nacht die Bilder auf meine Festplatte ziehe, mich wie ein kleines Kind freue, wenn ich das fertige Bild sehe. Die Fotografie bringt mich zum lächeln.  Sie macht mich glücklich.

 

Mit der Fotografie kann ich mich ausdrücken. Gedanken in Bilder verpacken. Mal leise sein. Mal etwas laut nach außen schreien. Bilder brennen sich vielmehr in deinen Gedanken fest als Worte. Fotografie bedeutet kreativ sein.

 

Was heißt eigentlich kreativ sein? 

Vorab ein Zitat von meinem persönlichen „Helden“. Karl Lagerfeld. (Es gibt für mich niemanden, der kreativer ist. Das ist nur ein Grund, warum ich ihn so faszinierend finde) 

 

„TAGTRÄUMEN IST VIELLEICHT DIE WICHTIGSTE ARBEIT IN MEINEM LEBEN.“ (KARL LAGERFELD)

 

Ich bin ein Mensch, der unglaublich gerne frei ist, der ganz besonders gerne seinen Gedanken freien Lauf lässt. Viel genießt und nicht jede Kleinigkeit hinterfragt. Kreativität entsteht in deinem Kopf. Durch deine Gedanken. Durch deine Sinne. Durch deine Augen. Durch dein Schmecken. Dein Riechen. Deine Wahrnehmung. Dein Fühlen. Dein Erleben. Umso intensiver, desto größer ist die Kreativität. Wenn du jeden Tag das Gleiche machst, wenn jeder Tag gleich aussieht, du täglich das gleiche fühlst, wie möchtest du dann die Gelegenheit haben, mal an etwas anderes zu denken? Wie sollen sich so deine Gedanken ändern? Nein - durch diverse Medien wirst du das ganz sicher nicht steuern können. Da bekommst du etwas vorgesetzt, dessen Meinung du dich anpassen kannst. DU musst es erleben. Du musst es spüren. Du musst es erleben. Wenn ich an einem Ort bin, den ich liebe, einen Moment erlebe, der Gänsehaut erzeugt, mein Herz wie wild klopft  - genau dann, ist meine Kreativität am größten. Meine Gedanken streiten um die Wette. Ideen überschlagen sich. Kopf und Herz arbeiten Hand in Hand. Wie sonst in keinem anderen Moment. 

 

 

Das ist der Moment, indem du besser einen Stift und ein Blatt Papier dabei hast!

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